Der U.S.

Großverband

 

12th Army Group 1944-1945

 

"Die 12th Army Group (deutsch 12. US-Heeres-gruppe) war ein Großverband (Heeres-gruppenkommando) der westlichen Alliierten im Zweiten Weltkrieg, der in den Jahren 1944 und 1945 aktiv war. Er stand unter US-amerikanischer Führung und war mit bis zu 1,3 Millionen Soldaten der größte Heeresverband in der amerikanischen Geschichte."

Die 12th Army Group wurde  durch die 9. US-Armee (William Hood Simpson) verstärkt

 

         William Hood                Simpson

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Quelle: 12th Army Group - https://de.wikipedia.org
 

Quelle: 12th Army Group - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

 

 

Die 9. US-Armee wurde am 15. April 1944 unter dem Befehl von William Hood Simpson aufge-stellt

 

 

 

Die 1st Infantry Division kämpfte 1944 im Hürtgenwald und an der Rur.

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

16.11.1944

Düren, das Amtsgericht

und die Folgen..
 

Düren 16.11.1944 vor dem Angriff

 

Oben:

Diese Aufnahme wurde am 16.11.1944 zwischen 12:00 Uhr und 13:00  Uhr von der US Army Air Force gemacht, während gleichzeitig Eschweiler, Stollberg und Langerwehe bombardiert wurden. Zur gleichen Zeit machten sich die Staffeln der Royal Air Force startbereit. Es ist wohl rechtens zu behaupten, dass dies die letzte Aufnahme der unzerstörten Innenstadt ist. Bildmitte: Amtsgericht am Hoeschplatz.

 

Foto: Jörg Pottkämper

 

 

Das Amtsgericht nach 1945
Nach dem Angriff: Mitte Amtsgericht, darüber Theater und Kirche, rechts Museum

 

 
 

 

 

 

Ein trauriges Kapitel in der Amtsgerichtsgeschichte

 

 

Zerstörtes Dach 1944

Am 16. November 1944 gingen etwa 20 – 25 Bomben schweren Kalibers in aller nächster Nähe des Amtsgerichts und des Gerichtsgefängnisses nieder.

 

Auf die Justizgebäude selbst fielen keine Bomben. Es wurden aber große Verwüstungen angerichtet, so insbesondere sämtliche Fenster und Türen herausgerissen und fast sämtliche Möbelstücke zerstört. Der bereits durch Artilleriebeschuss entstandene Schaden am Dach wurden och beachtlich vergrößert. Die Akten wurden durch den starken Luftdruck durch das ganze Gebäude geschleudert und waren in völliger Unordnung gebracht. Ein Brand war nicht entstanden. Im Amtsgerichtsgefängnis wurden zwei Außentüren herausgerissen. Der größte Teil der Zellentüren wurde durch den Luftdruck herausgeschleudert, so dass sie nicht mehr verschlossen werden konnten. Die Fenstergitter hatten durchweg gehalten. [1]

 

Das verbliebene Personal - etwa 20 Personen - der beiden Justizbehörden befand sich im Luftschutzkeller, der dem Angriff standgehalten hat. Zwei Bedienstete des Gerichts (Sieven und Reuter) hatten an diesem Nachmittag das Gebäude aus dienstlichen Gründen verlassen. Von beiden sind keine Kenntnisse über ihr Schicksal bekannt geworden. Von den Gefangenen ist bei dem Angriff niemand zu Schaden gekommen. Gefängnisaufseher Lang hatte an diesem Tag keinen Dienst und war wohl in seinem Hause in der Pletzergasse von dem Bombenhagel überrascht worden. Er wurde später vermisst. Justizangestellter Dorweiler war dem „Roten Kreuz“ zugewiesen und war nicht mit im Luftschutzkeller des Gerichts. Richter Dr. Odendahl war ebenfalls zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Keller. Über sein Schicksal wurde zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt. Zu den Todesopfern des 16.11.1944 zählte auch der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Führer, der sich an diesem Tag dienstlich in Düren aufhielt und im Keller der Elisabeth-Stiftskirche in der Goethestraße 3 Schutz suchte.

 

Am Tag nach dem Bombenangriff besichtigten der Vizepräsident des Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwalt das beschädigte Amtsgerichtsgebäude und stellten fest, dass in diesem Haus  eine geordnete Verwaltungstätigkeit nicht mehr möglich war. Amtsgerichtsdirektor Dr. Braß wurde zwecks Abwicklung der weiteren Verwaltungsgeschäfte nach Gummersbach abgeordnet. Amtsgerichtsrat Popp wurde angewiesen, die Dienstgeschäfte des noch nicht ausgelagerten Teils des Amtsgerichts von Merzenich aus fortzusetzen. Später wurde das Gericht nach Lechenich ausgelagert.[2]

 

 [1] Vgl. Bericht des kommissarischen Landgerichtspräsidenten Fritz vom 20.06.1944, LA NRW Gerichte Rep. 255.

  (2)Vgl. Landesarchiv NRWGerichte Rep. 255/383/119-123

 

 

 

 

16.11.1944: Der schrecklichste Tag im Amtsgericht Düren

 

Aufzeichnungen (Auszug) von Gisela Thomik. Die Verfasserin war 1944 beim Amtsgericht Düren beschäftigt und suchte mit weiteren ca. 20 Personen im Keller des Gebäudes Schutz vor dem Luftangriff vom 16.11.1944 (STAD: S1/116.S 11-14).

 

(…) An diesem Morgen konnte nicht vielgearbeitet werden. Wir hörten das Niederfallen von Bombenteppichen an der nahen Front. Jabos kreisten unablässig über der Stadt. Auf die Sirenen war kein Verlass mehr, weil die Flieger schneller waren als sie. Da half nur Selbstorientierung. Dadurch wurde die Nervosität noch größer. Sehr oft lief ich in den Keller. Manchmal war ich heldenmütig und blieb oben. Gegen drei Uhr wurde die Atmosphäre unheimlich, wie vor einem schweren Gewitter. Es war beklemmend still. Da sah ich zum Fenster hinaus und fand es wieder einmal ratsam, in den Keller zu gehen. Dieser war mäßig groß und gut abgestützt, stand voller Betten und lag über der Straßendecke. Die beiden Fenster waren innen und von außen von einer ziemlich starken Mauer geschützt. Trotz dieser Sicherungen galt der Keller nach allgemeinen Feststellungen als nicht bombensicher, aber er war dazu da, um uns alle aufzunehmen und vor dem Gröbsten zu schützen. So kamen an diesem Tag gleich nach den Ängstlichen auch die eher seltenen Besucher in den Keller herunter gestürzt. Der Letzte rief:“ Angriffszeichen stehen über der Peschschule!“. Ein eisiger Schreck durchzuckte alle. Zunächst konnte ich gar nicht fassen, dass Düren bombardiert werden sollte. Sekundenschnell glitten mir die Gedanken durch den Kopf. Dann begann das Schreckliche. Furchtbare zwanzig Minuten für die, die dem Chaos entkamen und das Ende für die Menschen, die sterben mussten. Die Bomben regneten herab. Wo sie einschlugen, das war nicht festzustellen. Ware sie rechts oder links von uns, auf der Bergstraße oder der Goethestraße, war ein Teil des Gebäudes getroffen oder schon ein Nebenkeller? Ich hatte mich auf den Boden geworfen. So konnte ich den gewaltigen Erschütterungen etwa standhalten. Der Keller schaukelte wie ein Schiff. Staub, schweres Atmen und Beten erfüllte die Luft, in der ungefähr 20 Menschen um ihr Leben zitterten. Nach 10 Minuten, für uns gequälte Menschen eine Ewigkeit, setzte das Bombardement aus. Wir atmeten auf. Doch da begann der Sturm, das Krachen und Bersten, von neuem, noch entsetzlicher als vorher. Mit jeder Sekunde schien der Tod gewisser. Doch wir durften zu den wenigen Menschen gehören, die ohne leiblichen Schaden, jedoch mit schweren seelischen Erlebnisses belastet, den Bombenhagel überstanden (…)           

 




Auszug aus dem Buch

"Verzweiflung und Hoffnung"

 von Dr. Egon Schiffer, Düren.

 

(…) Meine Eltern und ich wohnten damals auf dem Marktplatz 5 neben der Gaststätte „Zum Grafen Zeppelin“. Da die Stadt Düren mit zunehmender Intensität durch amerikanische Artillerie beschossen wurde, lebten wir seit Wochen bereits nur im Keller. Im Ernstfall sollten wir in eine Ecke gehen, in der sich ein Bottich in der Größe einer Badewanne befand. In ihm sollten wir niederkauern. Wahrscheinlich befand sich früher einmal in unserem Hause eine Metzgerei und dieser Bottich war zum Pökeln von Fleisch benutzt worden.


So konnten wir, als erneut Fliegeralarm gegeben wurde und die ersten Bomben auf die Innenstadt fielen, unmittelbar zu unserer mehrfach abgestützen Kellerdecke laufen, um uns dort in Sicherheit zu bringen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie das Donnern der Flugzeugmotoren immer lauter wurde und dann ein Bombenteppich nach dem anderen über uns darnieder ging.


Die Explosionen der Bomben wurden immer lauter, die Einschläge kamen immer näher, die Erde bebte und zitterte, von mächtigen Druckwellen wurden wie immer wieder in dem kleinen Bottich durcheinander gewirbelt. Das wiederholte sich mehrfach, wenn immer neue Bombenteppiche über uns niedergingen. Wir beteten laut, riefen den Herrgott um Erbarmen an und hatten uns fest umschlungen. Die Rauchentwicklung nach so stark zu, dass man kaum noch atmen konnte. Ich zog eine Gasmaske an, die damals wohl jeder haben musste, glaube ich. Meine Maske funktionierte nur nicht so, wie es sein sollte. Ich konnte zwar einatmen, aber nicht ausatmen. Die Luft entwich daher an beiden Seiten mit einem zischenden Geräusch. Trotzdem sorge die Maske dafür, dass ich dem beißenden Qualm nicht erstickte.

Es wurde unerträglich heiß in dem unterirdischen Gewölbe, und so war die Stille, die plötzlich über uns hereinbrach, fast unheimlich.


Raus, rief mein Vater uns zu, wir müssen sofort raus, sonst ersticken oder verbrennen wir.

Wir verließen unseren schützenden Bottich und versuchten, über die Treppe unseres Hauses ins Erdgeschoss zu kommen. Das gelang auch, aber rundherum brannte es, so dass wir schleunigst in den Keller zurückliefen. Ich erinnere mich noch, dass die Holztreppe zum Keller mit mir einstürzte, ohne dass ich verletzt wurde.


Zum Glück waren damals Mauerdurchbrüche für Notfälle von einem Haus zum anderen angelegt. Während es zum benachbarten „Grafen Zeppelin“ kein Durchkommen gab, konnten wir unversehrt in die benachbarte Metzgerei Niggenbölling gelangen.

Ich trug ausgerechnet an diesem Tag einen „Knickerbocker“, die ich ansonsten verabscheute. Für einige Wochen sollte sie nun jedoch mein einzige Hose bleiben.


Wir krochen dann weiter in den Keller von Fesenmeyer, der Weinhandlung Kockelkorn & Vaassen bis zum Rathaus an der Ecke des Marktplatzes. Dabei riss ich mir alle paar Meter die Gasmaske vom Kopf, um sie dann wieder nach ein, zwei Minuten anzuziehen, damit ich bei der zunehmenden Rauchentwicklung nicht erstickte.


Nun standen wir auf dem Marktplatz, alle Häuser waren eingestürzt, uns bot sich eine Trümmerlandschaft, ein Kraterfeld apokalyptischen Ausmaßes. Alles brannte, und es war unerträglich heiß. Eine Brandkette ohne Ende, die der gewaltige Sog des Feuers immer neu entfachte. Es gab kein Druchkommen. Dort, wo vor einer halben Stunde noch unsere Heimatstadt war, war jetzt eine rauchende, prasselnde Höle. 95 Zielmarker, 5477 Speng- und Minenbomben, 148980 Pfhosphorbomben und Minenbomben hatten eine bühende Stadt restlos vernichtet.


(…) Da es ich sich bei diesem Kapitel um einen „rein persönlichen Bericht“ handelt, möchte ich die diese Anmerkung nicht vergessen:


Die Ereignisse des 16. November 1944 sind mir auch nach 60 Jahren noch in unmittelbarer –Erinnerung, so, als ob sich alles erst vor kurzem zugetragen hätte. Ich sehe mich noch heute vor der brennenden Annakirche stehen in der furchtbaren Gewissheit, dass der Turm, der an der nördlichen Seite von einer Sprengbombe „unterhölt“ war, jeden Augenblick zusammenstürzen und uns begraben würde.


Und auch das möchte ich nicht unerwähnt lassen: Unvergessen ist mir auch das Gebet meines Vaters zur „Mutter Anna“. Ein Gebet, das erhört wurde. Seit damals zähle ich – und das möchte ich nicht verschweigen -



Bericht des Oberaztes Dr. Fischer  zu den Ereigissen am 16.11. 1944 im Krankenhaus Düren, Roonstraße


Am 16. November 1944 schreibt der damalige chirurgische Oberarzt Dr. Fischer in sein Tagebuch:

Um 15.15 Uhr an diesem Tage, dem 16.11.1944, plötzlich ein tosendes Rauschen. Ich selbst befand mich mit einer jungen Assistentin, Frl. Dr. Erz, einem Pfleger, einer instrumentierenden Nonne, einer Narkoseschwester und einem Springer in dem Behelfsoperationssaal der Station V unten im Keller.

Sein Fenster hatte eine 60 cm breite Backststeinschutzwand mit einem 20 cm hohen Spalt zum Luft- und Lichteintritt oben. Die ersten Einschläge enormer Gewalt lagen bereits in nächster Nähe.


Ein Patient lag bei uns in tiefer Narkose auf dem Tisch, er hatte einen Granatsplitter im Gesäß, der inzwischen herausgeholt war. Die Fenster unseres Operationssales zersprangen, das Fensterkreuz fiel herein und traf meinen Arm. Die Operationslampe platzte und erlosch. Der Instrumententisch fiel um. Es war noch eben möglich, dem Patienten einen Streifen in die Wunde hineinzugeben und einen Verband zu befestigen, dann rannte alles zur Türe.


Es war kein Zweifel mehr, trotz der riesigen roten Kreuze, die an allen Fronten der Krankenanstalten, auf allen Dächern und im Hofe ausgelegt und markiert waren, wurde das Krankenhaus bombardiert. Der Pfleger und die Schwester waren davon. Die junge Assistentin und ich verbanden den Patienten in fliegender Eile und schleppten den Narkotisierten auf unserem Rücken, nackt wie er war, in den anstoßenden Flur, wo er auf einer Trage unter ein Streckbett geschoben wurde. Hier war er zunächst in Sicherheit.


Dann brach das Inferno los.

Weiter berichtet Dr. Fischer nach dem Angriff:

Eine halbe Stunde war vergangen. Mir war inzwischen aufgefallen, dass kein Sanitätsauto und keine Verletzten zum Krankenhaus gebracht wurden und beunruhigt hierüber, begab ich mich hinüber in ... die Operationsbunker, um nachzusehen. Es dauerte zwar auch sonst immer eine Weile, ehe nach Angriffen die Fahrzeuge durchkamen, aber immerhin war schon mehr als eine halbe Stunde verflossen. Im Krankenhaus-Operationsbunker traf ich auf Prof. Kraft und seine Frau mit einigen Schwestern. Die Gesichter aller Menschen waren grau und hatten eigentümliche Züge. ... In der Tat gab es nur sporadisch einen Verletzten zu versorgen, der sich selbst heranschleppte oder in irgendeiner Zeltbahn herangetragen wurde. Der Grund hierfür war, dass die Stadt so fürchterlich zerbombt war, dass die meisten keine Hilfe mehr nötig hatte und kein Fahrzeug hinein und heraus konnte.


An diesem Tag starben über 3000 Menschen in den Trümmern, 95 Prozent der Stadt wurde unwiederbringlich zerstört.

Das Krankenhaus überstand den Angriff als eines der wenigen öffentlichen Gebäude, wenn auch schwer beschädigt.

Am nächsten Morgen wurden die Stadt und das Krankenhaus evakuiert.


Im Mai 1945 wurden im schwer beschädigten Krankenhaus wieder die ersten Kranken behandelt, die aber wegen Instandsetzungsarbeiten bereits wenige Wochen später in die weniger beschädigten Krankenhäuser Stolberg und Birkesdorf verlegt wurden.

Quelle: Stadt und Kreisarchiv Düren


Bericht des Zeitzeugen

Gabriel Falkenberg, Vettweiß


Morgens klares Wetter, gefolgt von Sonnenschein. Tage vorher herrschte immer schlechtes Wetter, meistens regnerisch und neblig trüb. Es war nach 15 Uhr und gerade Essensausgabe, als sich durch tiefes Grollen eine anfliegende Bomberflotte ankündigte.


Der Lärm war irgendwie anders, gemessen am Lärm von Fliegerverbänden, die unsere Region auf Bombardierung innerdeutscher Städte überflogen. Doch diesmal war Düren das ausgemachte Ziel der Engländer, die den amerikanischen Vormarsch aus der Luft unterstützten. Das Inferno begann. Eine unbeschreiblich große Bombenlast entlud sich über der Stadt. Gewaltige Erschütterungen, die Erde bebte regelrecht.


Es war, als würde das Bombardement niemals enden wollen. Schockstarre und Verwirrungen bei den Kameraden blieben nicht aus. Jeder versuchte sich irgendwie in Sicherheit zu bringen. Ungefähr 30 Minuten dauerte die Bombardierung. Als wir uns danach aus der Deckung trauten, tat sich uns das Bild eines Ruinenfeldes von unermäßlichem Ausmaß auf. Ein Feuersturm über Düren, es war die lodernde Hölle, gewaltige Rauch- und Staubwolken hingen in der Luft. Wir aber hatten Glück im Unglück. Von den ganzen Gebäudeeinheiten der Riemann-Kaserne war nur ein Block getroffen worden, wogegen die PanzerKaserne fast völlig zerstört war.


Es gab jetzt nur noch einen Gedanken: Ab nach Hause, quer durch die angrenzenden Felder Richtung Vettweiß. Schon drohte das nächste Ungemach.


Eine vermutlich in der Region um Köln stehende deutsche Geschützeinheit hatte bei einem englischen Bomber einen Volltreffer gelandet, so dass dieser versuchte das Unmögliche zu vermeiden, den Absturz aber nicht verhindern konnte. In unmittelbarer Nähe zu uns explodierte das Flugzeug, es "regnete" Flugzeugteile. Einmal mehr kamen wir unbeschädigt davon.

Auf der Straße nach Stockheim war ein nicht enden wollender Flüchtlingsstrom aus der brennenden Stadt auszumachen. Glücklich erreichten wir Vettweiß, was meine Eltern glücklich stimmte.


Am Abend nochmals nach Düren, der brennenden Stadt entgegen, um meine Privatsachen zu holen, was schließlich unbehelligt gelang. Es herrschte ausgemachtes Chaos. Eine Katerlandschaft von einmaliger Trostlosigkeit tat sich auf. Die Tatsache, dass die vorher angesprochene "Ehrenwache" nicht vereidigt war, wäre bei Aufgreifung durch die Feldgendarmerie (im Jargon auch "Kettenhunde genannt) als unerlaubtes Entfernen von der Truppe nicht zu bewerten gewesen denn auf unerlaubtem Entfernen von der Truppe stand unweigerlich die Todesstrafe.

   

 

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 Im Umfeld Dürens kam das Grenadierregiment 115 unter dem Befehl von Oberstleutnant Inhofer zum Einsatz.

 

Bild oben: Gefechtsstand 1944 im Amtsgerichtsgebäude

Das Foto entstand im Keller des Amtsgerichts

(heutige Kantinenräume)

 

 

   Das 115. Grenadier Regiment im Amtsgericht Düren,

     einen Monat nach dem Luftangriff am 16.11.1944.

 

Oberstleutnant Inhofer war  Kommandeur des Grenadier-Regiments 115 , welches zur 47. Volksgrenadier Division (47. VGD) gehörte. Zur Division gehörten noch das Grenadier Regiment 103, Grenadier Regiment 104 und das Artillerie- Regiment 147.

 

Ab dem  16.12.1944 löste das Gren. Regt. 115  Teile der 3. Fallschirmjäger Division im Raum Lendersdorf - Rölsdorf - Gürzenich ab.


Während dieser Zeit befand sich der Gefechtsstand des Gren. Regt. 115 im Keller des Amtsgerichts Düren.

 

Das Amtsgericht Düren war in dieser Zeit auch Kriegsgericht für die 3. Fallschirmjäger-Division

 

Die Ausrüstung dieser Einheit war weniger als ausreichend, denn infolge der alliierten Luftherrschaft hatte man fast alles schwere Gerät und Fahrzeuge verloren. Dennoch gelang es dem Grenadierregiment 115, den Vormarsch des 26th Infantry der 1st US Infantry Division vorerst aufzuhalten.

 

Foto und Quelle: Albert Trostorf, Merode

 

 

              Die Geschehnisse im Zeitablauf

 

                           

06.10.1944: 

Beginn der

Abwehrschlacht

 im Hürtgenwald

 

 

"Am Vormittag des 06. Oktober 1944 begann der Vormarsch der zur 1. US-Armee gehörenden 9. US-Infanterie Division unter dem Oberbefehl des V. US-Corps gegen die deutsche 275. Infanterie-Division auf der gesamten Breite des Angriffsgeländes."

 

Quelle:Schlacht im Hürtgenwald - https://de.wikipedia.org

 

Die 9. US-Division war durch die überaus harten Waldgefechte abgekämpft und wurde am 26. Oktober durch die 28. Division ersetzt.

 

121. US Infantry in Kleinhau 1945

 

Bei den  Kämpfen   fielen Hürtgen, Kleinhau und zuletzt Grosshau.
Der letzte deutsche Stützpunkt am Ortsrand von Vossenack ging danach verloren und letzte Abwehrkämpfe im westlichen Rurtal und um die Rurtalsperren beschleunigten  das Ende. Am 8. Februar 1945 fiel  der Ort Schmidt endgültig, womit die Kämpfe im Hürtgenwald mit vielen Verlusten endeten.

General Hodges

 

Die beiden Befehlshaber:  General Courtney Hodges  (Foto rechts)  und Generalfeldmarschall Model.

 

Auf deutscher Seite kämpften u.a. die 12. Volksgrenadier-Division, die  89. Infanterie-Division, 272. Volksgrenadier-Division, die 3. Fallschirmjäger-Division, die 344. Infanterie-Division und die 275. Infanterie-Division.

 

Alle diese Verbände waren allerdings stark dezimiert und weit unter Sollstärke. So war beispielsweise die 275. Infanterie-Division auf etwa 5000 Mann zusammengeschmolzen.

 

Auf amerikanischer Seite standen u.a. die 1.4. und 8. US-Infanterie-Division gegenüber.

Allein der Kampf um Schmidt kostete die US-Armee 6184 Mann, die deutschen Verluste lagen bei etwa der Hälfte.

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 Foto Kleinhau: Sammlung ZGV, 2017

 

 Operation Queen

und

Operation Grenade

 

16.11.1944 bis 25.02.1945

 

 

 

Düren 15.11.1944
Düren am Vortag des 16.11.1944

 

 

Bild oben: Luftaufnahme der US-Army vom

15. November 1944.

Düren ist an diesem Mittwoch noch relativ unzerstört.

 

                             

  

 

      Operation Queen am 16.11.1944

 

  

Die Operation Queen war eine gemeinsame britisch - amerikanische Unternehmung während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen der Kämpfe zwischen  Aachen  und der Rur im November 1944.

Das alliierte Oberkommando plante, im Bereich der 1. und 9. US-Armee eine Großoffensive gegen die Rur zu beginnen, sie bei Linnich, Jülich und Düren zu überschreiten und Brückenköpfe zu bilden.

 

                                Beitrag  von Jörg Pottkämper

 

"Der 16.11.44 war der Beginn der sogenannten `Operation Queen´, welche, gemessen an der Zahl der beteiligten Luftfahrzeuge und Bodentruppen, die zweitgrößte kombinierte Offensive der Alliierten nach der Landung in der Normandie auf dem westlichen Kriegsschauplatz darstellte. Der Angriff des Bomber Command wurde auf Anforderung des SHAEF (Supreme Headquarter of Allied Expeditionary Forces, Sitz Paris) geflogen, da die Anzahl der mittleren und schweren Bomber der US. Air Force nicht ausreichte, um an einem Tag alle strategischen Ziele effektiv anzugreifen. Das Ziel der Offensive war es, durch die rheinische Tiefebene an den Rhein vorzustoßen, um bei Wesseling (US Armee) und Wesel (Britische Armee) den Rhein zu queren, und das Ruhrgebiet einzukesseln. Dieses Ziel, die Rheinquerung, wollte man ursprünglich am 01.11.44 durchführen.


Düren wurde in drei Wellen angegriffen, die ineinander verwoben waren. Die erste Welle war Sprengbomben und
Luftminen. Zielsetzung war die Abdeckung der Häuser und Zerstörung der Fenster. Die zweite Welle warf Brandbomben und Luftminen, um die Dachbalken und Holzböden der Häuser zu zünden, und die letzte Welle warf wieder Sprengbomben, um die Brände in die tieferen Etagen zu drücken, Wege unpassierbar zu machen, und Wasserleitungen zu zerstören. In den Einsatzbefehlen des SHAEF steht, dass "keine Einschränkungen hinsichtlich Kraterbildung und Straßenzerstörung" besteht, und dass "Düren eine befestigte Stadt voller Militär" sei. Schaut man auf eine Landkarte, erkennt man, dass die B264 und B56 sich ebenso in Düren kreuzen, wie die Bahnstrecke Köln-Aachen und Heimbach-Linnich. Der Dürener Bahnhof verfügte sogar über zwei Verschiebegelände.

 

Aus militärstrategische Sicht ein Verkehrsknotenpunkt, der es der Wehrmacht ermöglichen konnte, hinter der Front schnell Truppen zu verlegen".

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Quelle: Jörg Pottkämper

                    

 

           Der Kampf um Düren

 

 

16. November 1944

 

Ab dem 16. November 1944 (Start Operation Queen) griffen die 1st und 4th Infantry Division von Schevenhütte aus fächerförmig, sowie die 104th US Infantry Division und die 3rd Armored  Division aus dem Raum Stolberg an.
 
Das 26th Infantry der 1st Infantry Division und das 8th Infantry der 4th Infantry Division hatten als finales Angriffsziel das Erreichen der Rur bei Düren. Diese beiden Regimenter waren nach rund 15  Tagen Waldkampf so geschwächt, dass diese abgelöst wurden. Demzufolge wurden die komplette 1st und 4th Infantry  Division abgelöst. Der Abschnitt der 4th Infantry Division übernahm die aus Luxemburg herangeführte 83rd Infantry Division, den Abschnitt der 1st Infantry Division übernahm die im Camp Elsenborn aufgefrischte 9th Infantry Division.
 

 

19. November 1944

 

Auf Anordnung des Reichsverteidigungskommissars wird die Stadt Düren geräumt,  des gleichen werden Birkesdorf und Gürzenich evakuiert, am 20. November auch Echtz, Geich und Konzendorf.

 

Die Verladung geschieht mit der Reichsbahn ab Buir.  Die Evakuierung erfolgt hauptsächlich in die Gaue Halle-Merseburg, Thüringen und Hannover-Braunschweig; kleinere Teile der Bevölkerung werden in andere Gegenden versprengt oder versuchen auf eigene Faust, aus dem Dürener Gebiet wegzukommen.              
Domsta/Krebs/Krobb, Zeittafel, S. 218
 

 

10. Dezember 1944

 

Ab dem 10. Dezember 1944 griffen beide Divisionen an. Dies war gleichzeitig der Beginn der 4. Aachen-Schlacht. Das 39th Infantry und 60th Infantry, unterstützt durch die 3rd Armored Division griffen aus dem Raum Merode - Langerwehe - Luchem in Richtung Düren an.

 

Times vom 12.12..1944
Die New York Times vom 12.12.1944 (Quelle: A.Trostorf)

 

Rurfront 11.12.1944
Rurfront 11.12.1944 (Quelle: A. Trostorf)

 

 

15. Dezember 1944

 

Tivolistraße/ismarckbrücke
Überquerung der Rur an der Tivolistraße

 

Mit der Einnahme der Orte Hoven und Mariaweiler, sowie den Nordteil von Gürzenich erreichte das 60th Infantry am 15. Dez. 1944 das Westufer der Rur. Das 329th Infantry der 83rd Infantry Division griff von Gut Hof Hardt beiderseits der Straße Schevenhütte - Gürzenich an, nahm die Orte Gürzenich, Birgel und Rölsdorf ein und stand ebenfalls am 15. Dezember an der Rur. Alle Brücken über die Rur von der Autobahn bis Winden waren durch  Sprengungen unpassierbar. Dennoch konnte ein kampfstarker Stoßtrupp des 329th Infantry die Rur im Bereich der Tivolistraße überqueren und bis zur Uhlandstraße vordringen. Danach zogen sich diese Soldaten wieder auf das Westufer der Rur zurück.

 

 

Januar 1945             

 

Entfernung der letzten Zivilisten aus Düren durch die Gestapo, doch gelingt es einigen Personen,  sich bis zum Einmarsch der Amerikaner an den Rändern der Stadt aufzuhalten.   

           
StAD S1/195; B 161, Bericht Decker; Domsta, 1940-1947, S. 415

 

 

16. Dezember - 31. Januar 1945

 

Während der Ardennenoffensive zwischen dem 16. Dez. 1944 und dem 31. Januar 1945 erfolgten durch die Amerikaner im Raum Düren größere Truppenverschiebungen. Das führte dazu, dass das komplette VII Korps mit der 83rd Infantry Division, 9th Infantry Division und 3rd Armored Division, ohne die 104th Infantry Division, aus der Front herausgenommen wurde. Das XIX. US Corps der 9th US Army übernahm den dadurch frei gewordenen Rur-Abschnitt. Die 104th US Infantry Division wurde dem XIX. Corps unterstellt.

Am 8. Febr. 1945 war das VII US Korps wieder an der Rurfront. Erneut fanden umfangreiche Truppenbewegungen statt, da die an der  Ardennenfront frei gewordenen US Einheiten nun endlich für die Offensive über die Rur frei waren.

Im Raum Düren standen somit: Im Norden die 104th US Infantry Division und im Süden die 8th Infantry Division. Divisionsgrenze war die Eisenbahnlinie Aachen - Düren - Köln
 

Bis zum 23. Febr. 1945 blieb die Frontlage an der Rur bei Düren nahezu unverändert

 

 

                                      Quelle: Albert Trostorf, Merode

 

 

 

Es folgte die

 Operation Grenade

vom 23. Februar bis 11. März 1945.

 

 

"Operation Grenade war der Name einer Operation der 9. US-Armee vom 22. Februar bis 11. März 1945, in deren Verlauf die amerikanischen Truppen erfolgreich die Rur überquerten und zwischen Neuss und Rheinberg bis zum Rhein vorstießen"

 

Befehlshaber der 9.  US Army war William Hood Simpson ( unter Montgomerys Kommando) ,

die Truppenstärke bestand aus mehr als 300.000 Soldaten.

 

Quelle:Operation Grenade - https://de.wikipedia.org abgerufen 9.2.201

 

 

"Im Februar des Jahres 1945 nahm Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt umfangreiche Umgruppierungen vor, weil  ihm der Rückzug verboten wurde und er im Februar 1945 der alliierten Operation Grenade entgegentreten musste.
Im April 1945 wurde die Armee gemeinsam mit den anderen Teilen der Heeresgruppe B im Ruhrkessel eingeschlossen und kapitulierte am 17. April 1945"

 

Die Generale Model, Rundstedt und Krebs , November 1944

 

Quelle: 5. Panzerarmee (Wehrmacht) - https://de.wikipedia.org

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 146-1987-047-20, Gerd v. Rundstedt.jpg - https://de.wikipedia.org

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 146-1978-024-31, Model, v. Rundstedt und Krebs.jpg - https://de.wikipedia.org

 

 

Alfred Schlemm

Auf deutscher Seite stand den Alliierten gegenüber die 15. Armee unter Gustav-Adolf v. Zangen  und die 1. Fallschirmarmee unter Alfred Schlemm (Foto).

 

Nachdem die Alliierten die Operation Grenade erfolgreich beendet hatten, zog sich von Zangen mit der  15. Armee bis zum Rhein zurück, wo sie als Teil der Heeresgruppe B im April 1945 im Ruhrkessel unterging.

 

 

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 101I-579-1962-23, Italien, Alfred Schlemm.jpg - https://de.wikipedia.or http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

    

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 183-H28061, Westfront, Gustav v. Zangen, AlbertSpeer.jpg - https://de.wikipedia.org

                                       

Die Rur in Düren
Oben Amtsgericht - unten die Rur

                                              

 

 Foto: Charles MacDonald

 

"Charles B. MacDonald: The Last Offensive. United States Army in World War II, EuropeanTheater of Operations. Office of the Chief of Military History, Department ofthe Army, Washington D.C. 1973. (Online)."

 

Quelle:Operation Grenade - https://de.wikipedia.org

 

 

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Beteiligte Deutsche Divisionen 1944/45

Hürtgenwald, Operation Queen/Grenade

 

12. Volksgrenadierdivision
47.   Volksgrenadierdivision
89.   Infanteriedivision
272. Volksgrenadierdivision
275. Infanteriedivision 
344. Infanteriedivision
353. Infanteriedivision
3.     Fallschirmjägerdivision
116. Panzerdivision

 

"

Quelle:Datei:Mahnmal für die Windhund-Division, Vossenack-3423.jpg - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

                             

 Die Angriffe

auf Düren durch die

 

  1., 5. und 8. Group des Bomber Command der Royal Air Force

 

 

Eine der vielen Überlegungen , was die Briten  dazu bewogen haben könnte, die Stadt Düren auszulöschen, ist die Wut wegen des doch sehr massiven Deutschen Widerstandes  im Hürtgenwald. Die deutschen  Soldaten konnten  die Angreifer beim Hürtgenwald lange Zeit festhalten.

 

Die Alliierten hatten wohl die Befürchtung, dass die Russen allein in Berlin einzögen - Aber das ist nur Spekulation.

 

 

 

                                        

Maschinen der Hölle

 

Am 16.11.1944 flogen insgesamt 1188 schwere Halifax- und Lancaster-Bomber sowie Mosquitos des RAF Bomber Command schwerste Angriffe gegen Düren, Jülich und Heinsberg.

 

                          

 

Britische 2-kg-Stabbrandbombe (INC 4 lb) aus dem Z
Britische 2-kg-Stabbrandbombe (INC 4 lb) aus dem Zweiten Weltkrieg

 

 

Die Bomber warfen zuerst Luftminen,

dann Sprengbomben und zuletzt Brandbomben.
 

Bei typischen Brandbombenangriffen werden zuerst schwere Sprengbomben und Luftminen abgeworfen, die durch ihre Druckwelle die Dächer der Häuser abdecken und Fenster zerstören sowie die Straßen für die Feuerwehr unpassierbar machen sollen. Kleine Brandbomben, die anschließend flächendeckend abgeworfen werden, können ungehindert in diese Häuser einschlagen, Dachstühle in Brand setzen, Holzdecken durchschlagen und Flächenbrände auslösen.

 

Bei den umfangreichen Flächenbombardements britischer Bomber auf Deutschland während des Zweiten Weltkriegs wurden gezielt in einigen deutschen Städten  Feuerstürme entfacht. Die Großbrände ziehen wegen ihres hohen Sauerstoffbedarfs mit orkanartiger Geschwindigkeit viel Luft aus umliegenden Straßen und Kellern; dort entsteht ein Unterdruck. Gleichzeitig verursachen die hohen Temperaturen eine extreme Thermik der Brandgase. Opfer in diesen Bereichen sterben oft durch Ersticken oder Austrocknung.

 

 

Quelle:Wikipedia   http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ abgerufen am 08.02.2015

 

 

 

Das ganze Ausmaß der Zerstörung
Düren ist nahezu vollständig zerstört worden - Kreis: Amtsgericht

 

     

    "Am ersten Tag der dritten Schlacht...."

 

 

Das Wasser der Rur kocht. Granaten türmen Wasserberge hoch. Hunderttausend Splitter regnen dicke Blasen. Nebel

kriecht aus Wiesen und Sümpfen. Nebel springt in weißen Wolken aus Granaten. Die Amerikaner schießen milchige Mattscheiben zur Tarnung und Blendung, bis rauschender Regen sie weg wischt. Die grüne Rursenke schluckt Eisen tonnenweise. Die satte Erde gluckst bei jedem Einschlag. Wasser steht trübe in den Trichtern. Wie tote Augen. Wasser steigt und fällt in die Gräben und Deckungslöcher, Wasser quatscht in den Stiefeln. Wasser saugt sich in die Uniformen. Das Brot ist nass. Wasser von unten und von oben. Dagegen anzukämpfen ist hoffnungslos.

 

Die Stadt Düren am rechten Ufer der Rur, reich einst an Fabriken, reich an Arbeit und Fleiß, reich deshalb auch an Wohnstand, gestorben am ersten Tag der dritten Schlacht, am 16. November, nachmittags um 4.00 Uhr, unter dem  Flächenwurf von 100 viermotorigen nordamerikanischen Bombern….

 

 

Artikel: Kriegsberichter Fritz Lucke, Braunschweiger Tageszeitung vom 19.12.1944 (Auszug)

 

 

 

 

       Kurzes Video zum  Ausmaß der Zerstörung nach dem 16.11.1944

Kurzes Video mit Kommentar

    Mit freundlicher Genehmigung der Konejung-Stiftung Müddersheim  abgerufen am 1.2.2015

 

 

 

                     Beitrag von Jörg Pottkämper

 

Über Düren wurden drei Lancaster abgeschossen, wobei ein Bomber bei dem Karmelitinnen-Kloster an der Kölnstraße aufschlug, ein zweiter in der Nähe der Kasernen (Muttergotteshäuschen). Die dritte Absturzstelle ist mir unbekannt. Von den Besatzungen, geflogen von Flying Officer Coles (166 Squadron, 2. Feindflug), Flying Officer Copland (625 Squadron, 18. Feindflug) und Flying Officer Anderson (207 Squadron, 7. Feindflug) überlebte niemand. Die Beatzungen liegen heute auf den Militärfreidhöfen von Rheinberg und Venray.


Zwei weitere Lancaster waren derart beschädigt, dass sie bei Brüssel (626 Squadron, F/O Titmus) und in Südengland (153 Squadron, F/O Taylor) notlanden mussten. Die letztgenannte Maschine war in einem derart
desolaten Zustand, dass sie den gesamten Rückweg bis zur Notlandung nie höher als 300 Meter fliegen konnte, und von zwei Jagdflugzeugen
begleitet wurden.

 

 

 

 Schäden am Amtsgericht

 nach dem 16.11.1944

 

 

Das zerstörte Gerichtsgebaude
Das Amtsgericht ist relativ gut davongekommen...

 

       Foto und Film : Konejung-Stiftung, Müddersheim, Stand 1.1.2015

 

 

                                 

 

 

 

   Die Luftangriffe seit 1940 im Überblick

 

Lancaster-Bomber

Luftangriffe auf Düren gab es bereits seit 1940. Ab Mitte 1944 dienten die Luftangriffe zur Vorbereitung der Operation Queen. Insgesamt wurden 51 Luftangriffe durchgeführt, bis Düren am 16. November 1944 fast völlig zerstört war.

 

Es ist nicht genau feststellbar, welche Luftwaffe der Westalliierten die einzelnen Angriffe flog, aber es ist meistens von der Royal Air Force auszugehen.

 

 

Das RAF Bomber Command war vom 14. Juli 1936 bis 1968 das Oberkommando über die Bomberflotte der RAF. Bomber Command stand auch für die britische Bomberflotte als solche. Seine Aufgabe war die Planung und Führung  strategischer Bombenangriffe.

 

Quelle:Wikipedia http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/15.12.2014

                      abgerufen am 02.02.2015

 

Logo: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Bomber600.jpg 14.3.2015

Quelle:Datei:Lancaster I NG128 Dropping Load - Duisburg - Oct 14 - 1944.jpg - https://de.wikipedia.org

 

 

Das Amtsgericht 1.5.1945
Foto: Privatarchiv Wilhelm Bürvenich, Düren

 

In der Nacht vom 30.04. zum 01.05.1944 warfen feindliche Flugzeuge über Düren einige Sprengbomben ab. Von diesen

fiel eine auf den Hoeschplatz und die andere in den Garten der Gefängniswohnungen. Beschädigt wurden die Büroräume und die Kapelle des Gefängnisses. Dort wurden die Fensterrahmen und Türen zum Teil herausgerissen, auch war die Trennmauer zwischen dem Gefängnisgebäude und den Häusern der Könenstraße auf einer Länge von einigen Metern zerstört.

 

An der Straßenfront zum Hoeschplatz und an der Nordfront (Foto oben)  des Amtsgerichts waren fast alle Fensterscheiben zerstört. Der Geschäftsbetrieb hatte unter den Umständen allerdings nicht gelitten. Von der Gefolgschaft war niemand verletzt oder getötet worden.

 

                    



Liste über die Luftangriffe von

11/12.05.1940 bis 16.11.1944 auf Düren und auf das Amtsgericht

 

                   

 Vorbemerkung von

Jörg Pottkämper

 

 

"Dass in der Nacht vom 11.05. auf den 12.05.1940 Bomben auf Düren gefallen sind, hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Angriff in der gleichen Nacht auf Mönchen-Gladbach zusammen. Da zu diesem Zeitpunkt die Bomberbesatzungen
noch wenig Erfahrung hatten, und die
Navigation mittels Sextant, Rechenschieber und Windrichtungsanzeiger (sogen. Drehmeier) erfolgte, kann es sich hierbei nur um eine Besatzung handeln, die sich verflogen hatte, und Düren mit dem eigentlichen Ziel verwechselten.

 

 

Laut dem Einsatztagebuch des Bomber Command wird der erste Angriff auf Düren am 8./9.Oktober 1943 angeordnet, und von einem Mosquito-Bomber durchgeführt. Der zweite Angriffsbefehl für Düren erfolgte dann am 13./14. April 1944, eingeteilt waren sechs `Mosquitos´.

 

 

 

Da es strikte Regeln für die Besatzung gab, wie sich bei einer Luftnotlage zu verhalten war, können weitere Bombenabwürfe auf Düren nach Mai 1940 mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf beruhen, dass die Besatzungen Probleme mit ihrem Flugzeug hatten, und Düren als Ersatzziel, welches auf dem Weg lag, mit Bomben bedachten, bevor man dann mit der leichter steuerbaren
Maschine nach Hause flog. Grundsätzlich war es den Besatzungen verboten, mit scharfen Bomben nach England zurückzukehren."

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 Quelle: Jörg Pottkämper

 

 

  

 

 


 Datum                                Schäden am Amtsgericht

 11/12. Mai  1940   

 22. Mai  1940   

 10. Juni  1940   

 20. Juni  1940   

 30. Juli  1940   

 21.  Oktober 1940   

 07.  November 1940   

 13.  November 1940   

 10. Januar  1941   

 26.  Februar 1941   

 17. Juni  1941   

 18. Juni  1941   

 08. Juli  1941   

 11. Juli  1941   

 21. Juli  1941   

 31. August  1941   

 11.  Oktober 1941   

 15.  Oktober 1942   

 14. Januar  1943   

 09. Oktober  1943   

 30. Januar  1944   

 13. April  1944   

 21. April  1944   

 30. April  1944    Schäden am Amtsgericht Düren durch Sprengbomben

 27. Mai  1944   

Foto: Privatarchiv Wilhelm Bürvenich, Düren

 

14. Juni  1944   Fliegerangriff auf die benachbarte Lessingstraße.
                                       Hinten:  Das Amtsgerichtsgebäude


19. Juni.1944   Schäden am Amtsgericht (Fenster) und Gefängnis

 06. Juli  1944   

 19. Juli  1944   

 21. Juli  1944   

 24. Juli  1944   

 03.  September 1944   

 09.  September 1944   

10.  September 1944   

11.  September 1944   

16.  September 1944   

 09.  September 1944   

 22.  September 1944   

 27.  September 1944   

Schäden am Amtsgericht 1944
Schäden Oktober 1944 durch Artilleriebeschuss
Parkplatzeinfahrt Amtsgericht
Die Stelle heute (Parkplatzeinfahrt)


                      Fotos: Privatarchiv Wilhelm Bürvenich, Düren



 04. Oktober  1944       Oktober:  Schäden durch Artillerie-Treffer (oben)
                                                                      

 06. Oktober  1944   

 09. Oktober  1944   

 12.  Oktober 1944   

 18.  Oktober 1944   

 29.  Oktober 1944   

 04.  November 1944   

 05.  November 1944   

 09.  November 1944   

 11.  November 1944   

16.  November 1944   Das Amtsgericht ist getroffen worden-  aber relativ verschont geblieben.

Amtsgericht 1944

 

                                                                                 Fotos: Justiz-Club Düren

 

Lessingstraße
Lessingstaße 1944

     

Lessingstraße
...und 70 Jahre später.

 

  

 

Einsatzbefehle während der

Luftangriffe

 

     Der Landrat erlässt Einsatzbefehle an die Angehörigen seiner Behörde:

 

 

Nach dem  sogenannten  Einsatzbefehl  der örtlichen Behörden hatten sich Angehörige der Ämter in Düren für Lösch- und Bergungsarbeiten im Anschluss an einen etwaigen feindlichen Luftangriff während der Dienstzeit  zur Verfügung zu halten. Das Tragen von entsprechend alter  Kleidung wurde dafür angeraten.

 

Von  dieser Pflicht wurde man nur dann entbunden, wenn man die eigene Wohnung mit Hab und Gut verloren hatte oder einen Einberufungsbefehl zum Beispiel  vom  Bürgermeister oder von der Parteiführung  erhalten hatte.

 

Alle militärischen und zivilen Dienststellen wurden ersucht, den Inhaber dieses Einsatzbefehls( unten)  passieren zu lassen und ihm die nötige Hilfe zu gewähren.

 

Einsatzbefehl vom 25.1.1944, unterzeichnet von Landrat Beaucamp

 

 

PDF Version/Einsatzbefehl
Klicken Sie hier, um zu dem Dokument zu gelangen.

 

 

                                                    Quelle: Sammlung W.Bürvenich

 

 Die Alliierten warfen Flugblätter über  Düren ab

 

Seit Ende 1944 warfen die Alliierten wieder und in immer größerer Zahl Flugblätter ab.

 

                                    Quelle: Sammlung W.Bürvenich

 

                   

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Interview mit Herrn  Wilhelm Bürvenich  aus  Düren  im Dezember 2014

 

Justiz-Club Düren:

 

Lieber Herr Bürvenich,

 

Wilhelm Bürvenich,Düren
Wilhelm Bürvenich (86)

Sie sind heute ganze 86 Jahre alt, und als  junger  Mann haben Sie die  Luftangriffe  am 16.11.1944  auf die Stadt Düren  miterleben müssen. 

 

Was ist Ihnen  von diesem schrecklichen Tag in Erinnerung geblieben?

 

Wilhelm Bürvenich:

Ich erinnere  mich heute leider  noch ganz genau:

 

Die Rückseite des alten Landratsamts
Die Rückseite des alten Landratsamts

 

 

Durch den seit längerer Zeit andauernden Fliegeralarm, Geschützdonner, durch Artilleriebeschuss und durch den Überflug von Flugzeugen, ist man abwechselnd im Büro und im Luftschutzkeller. Ich befinde mich am Kellereingang des Landratsamtes in der Bismarckstraße (Bild oben vor dem Angriff)  als ich von Bombenangriffen morgens auf westliche Dörfer des Kreises Düren höre. Ich sorge mich um meine Angehörigen aus Merode. Zurück in meinem Büro arbeite ich soweit es geht. Unruhe überall. Gegen Mittag scheint die Sonne voll durch. Ein klarer blauer Himmel an diesem 16.November 1944.

 

Justiz-Club Düren:

Am Nachmittag kam es dann zu den unvergesslichen Ereignissen. Wo waren Sie in diesen Minuten des Terrors?

 

Wilhelm Bürvenich:

Etwa gegen 15.30 Uhr vernehme ich wieder den schauerlichen Ton der heulenden Sirenen: Fliegeralarm. Wie angeordnet wird die Schreibmaschine in den Geldschrank verstaut, und ab geht es in den Keller. Ich laufe, weil ich Dröhnen von Flugzeugmotoren höre, durch den Fahrradkeller zum Ausgang Moltkestraße nahe der Gendarmerie.

 

Von hier aus  erkenne ich Bomberverbände, die von dem klaren Novemberhimmel von langen Kondenzstreifen begleitet werden. Die ersten Flugzeuge setzen Angriffszeichen.

Ein Gendarmeriebeamter schreit: "Die greifen Düren an!" Er reißt mich wieder in den Keller zurück.

 

Landratsamt nach dem Angriff
Landratsamt, links St. Angela Schule

 

Ich höre das Pfeifen und Heulen der niedergehenden Bomben und ihre Detonation. Das Licht geht überall aus, völlige Dunkelheit im Keller. Steine fallen, Staub kommt mir entgegen. Einige Soldaten einer Wehrmachtskolonne, die auf dem Weg zur nahe liegenden Front sind, suchen ebenfalls Schutz im Keller. Unaufhaltsame Detonationen. Die Erde bebt. Der Keller wankt hin und her, wie eine Nussschale auf stürmischer See. Steinbrocken fliegen umher. Schreiende, weinende und betende Menschen irren in der Dunkelheit umher. Einer stößt den anderen an oder man klammert sich aus Angst am Nebenmann fest. Der Staub ist unerträglich. Nase und Mund versuche ich mit einem Taschentuch zu schützen. Die Hölle bricht los. Da Schreckliche will kein Ende nehmen. Die Minuten werden in der Todesangst zu einer Ewigkeit.

 

Dann plötzlich Ruhe. Was bedeutet das? Jetzt nur noch weg von hier! Wie viel Zeit mag wohl vergangen sein? Weiterhin völlige Dunkelheit im Keller. Einige versuchen, einen Ausgang aus dem Keller zu finden. Wieder explodieren Bomben. Einer ruft: Hier ist ein Ausgang! Durch die Explosion einer Bombe ist dieser Ausgang am Keller entstanden.

 

Justiz-Club Düren:

Unvorstellbar. Wie entkamen Sie dem Unheil letztendlich?

 

Wilhelm Bürvenich:

Alle kriechen durch diesen Ausgang aus dem Keller. Wo sind wir? Mit einigen Kolleginnen lasse ich mich in einem Bombentrichter erschöpft nieder. Die Augen schmerzen. Das Atmen fällt weiter schwer. Ab und zu sehen wir spät krepierende Bomben hochgehen. Wir wollen weg hier – aber wohin?

 

Bismarckdenkmal nach de Angriff
Bismarck-Denkmal nach dem Angriff

 

 

Wir sehen das altvertraute Bismarckdenkmal. Etwas in Schieflage, aber intakt. Unvorstellbar: Das Denkmal gibt uns zu diesem Zeitpunkt die Orientierung zurück. Durch Trümmerberge und Bombentrichter machen wir uns auf den Weg Richtung Wirteltorplatz. Es ist ein mühseliges Fortbewegen. Das Grauen um uns nimmt kein Ende. Weiter geht es Richtung Zuckerfabrik nach Gürzenich. Ein Wagen wird angehalten. Der Fahrer lässt uns mitfahren. In Derichsweiler trennt sich eine Kollegin von unserer Gruppe. Sie ist daheim. Wir fahren weiter nach Schlich. Dort verlasse ich den Wagen und mache mich auf den Weg nach Merode zu meinen Angehörigen. Die Angehörigen leben noch und können es nicht fassen, dass ich noch am Leben bin.

 

Justiz-Club Düren:

Hatte man zu Hause überhaupt noch mit Überlebenden des Angriffs gerechnet?

 

Wilhelm Bürvenich:

Von Merode aus hat man den grauenvollen Bombenangriff auf die Stadt verfolgen können und war der Meinung, dass niemand diesen Angriff überlebt hat.

 

 

Landrat Theodor Beaucamp, gest.16.11.1944

 

 

Unter den vielen Opfern des Luftangriffes vom 16.11.1944 sind auch Landrat Beaucamp  (Foto links) und  alle  Dienstkräfte aus dem   Straßenverkehrsamt Düren. Sie alle fanden den  Tod.

 

 

 Foto:gemeinfrei

 

 

 

 

Justiz-Club Düren:

Hatten Sie Gelegenheit, in Erfahrung zu bringen, ob man diesen höllischen Angriff auch in anderen  benachbarten Ortschaften vernehmen konnte?

 

Wilhelm Bürvenich:

Wie ich später erfahren habe, konnte der Angriff auf Düren am 16.11.1944 nicht nur aus den westlichen Dörfern des Kreises, sondern auch aus den östlichen Dörfern wie Eschweiler über Feld, Nörvenich und Oberbolheim verfolgt werden."

 

Justiz-Club Düren:

Vielen Dank, lieber Herr Bürvenich, für dieses Interview.

 

Das Interview führte Heinz-Peter Müller, Justiz-Club Düren

 

 

Bismarckdenkmal vor dem Krieg
Das ursprüngliche Denkmal auf der Kreuzung Bismarck- und Moltkestraße

 

                            Quelle:Datei:Bismarckdueren2.jpg - https://de.wikipedia.org

 

 

Bismarck-Statue heute
Bismarck-Statue heute

 

Ein Kuriosum am Rande: Infolge der Erschütterung und des Luftdruckes, die das alliierte Feuer verursachten, hatte die Bismarckstatue einen Schwenk von 180 Grad gemacht.

 

                                       Geschichte

 

"Das Bismarck-Denkmal in Düren steht in der Bismarckstraße im Theodor-Heuss-Park.

Es handelt sich um eine denkmalgeschützte Plastik. Das überlebensgroße neuklassizistische Bronze-Standbild des Reichskanzlers Otto von Bismarck mit der Urkunde der Kaiserproklamation in der Hand wurde 1891–1892 von Joseph Uphues geschaffen.

Nachdem das ursprüngliche Denkmal 1944 schwere Kriegsschäden erlitten hatte, wurde lediglich das Bismarck-Standbild auf einem schlichten, niedrigen Sockel neu aufgestellt. Der alte Sockel und die flankierenden Darstellungen (Reliefbildnisse der preußischen Generäle Albrecht von Roon und Helmuth von Moltke, Skulptur der Muse Klio) sind nicht erhalten, das künstlerische Gesamtkonzept ist daher heute nicht mehr nachvollziehbar."

 

Quelle:Bismarck-Denkmal (Düren) - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

Zerstörtes Düren 1944


 

                   Die zerstörte Innenstadt Dürens nach dem 16.11.1944
 

 

Über die Rur und raus aus dem Kampfgebiet Hürtgenwald: Am 25. Februar begannen die Amerikaner bei Düren mit dem Brückenbau. Foto: Stadt- und Kreisarchiv Düren/ Nationalarchiv Washington

 

 

 

Zwei Filme über das zerstörte Düren 1945

 

 

 

 

Quelle:Datei:SFP 186 - Flug ueber Dueren.webm - https://de.wikipedia.org

Video: Wikipedia Stand: 8.2.2015 Düren http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ 
Hans J. Domsta, Düren 1940-1947. Krieg, Zerstörung, Neubeginn. Eine Dokumentation aus Tagebüchern, Briefen, Akten und Berichten der Zeit. Mit einem Beitrag von Heinz Engelen. Düren 1994 (=Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes, Bd. 21), passim. Wikipedia,
Konejung-Stiftung,


 

 

 

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  Die Kapitulation 

 am 07.und 08. Mai-

mit formaler Gültigkeit ab

09. Mai, 00.01

Jodl und Keitel
Alfred Josef Ferdinand Jodl und Wilhelm Keitel (v.l).

 

 

Die Kapitulation am 

8.5.1945 in Berlin

 

 

      Keitel bei der Unterzeichnung in Berlin am 8.5.1945

        Generaloberst Jodl unterzeichnete bereits am 7.5.1945 in Reims

 

"Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, die zum Ende der militärischen Feindseligkeiten der Alliierten gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich führte, wurde am 7. Mai 1945 im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims unterzeichnet

Die Kapitulation­serklärung wurde aus protokollarischen Gründen in Berlin-Karlshorst im Hauptquartier der sowjetischen 5. Armee am 8./9. Mai wiederholt. Die deutsche Staats- und Wehrmacht­führung räumte damit den alliierten Siegermächten das Recht ein, alle politischen, militärischen und gesellschaftlichen Angelegenheiten Deutschlands zu regeln."

 

 

Quelle:Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht - https://de.wikipedia.org

 

           

            Die Kapitulation

         in Reims am 7.5.1945

                            Auszug mit Unterschriften

 

Kapitulation der Wehrmacht in Reims am 7. Mai 1945

 

 

 

                             Quelle:Datei:Kapitulation-reims.gif - https://de.wikipedia.org

 

 

 

Kapitulation-Unterschriften 7.5.1945
Kapitulation 7.5.1945 durch Jodl in Frankreich (Reims)

 

 

 

  

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 183-H30220, Wilhelm Keitel.jpg - https://de.wikipedia.org

 

Quelle:Datei:Act of Military Surrender by authority of the German High Command (7 May,1945), 2.jpg - https://de.wikipedia.org

Quelle:Datei:Bundesarchiv Bild 146-1971-033-01, Alfred Jodl.jpg - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

 

 

 

         Text der Kapitulation

                  Berlin, 8.5.1945

 

 

"1.Wir, die hier Unterzeichneten, handelnd in Vollmacht für und im Namen des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht, erklaeren hiermit die bedingungslose Kapitulation aller am gegenwaertigen Zeitpunkt unter deutschem Befehl stehenden oder von Deutschland beherrschten Streitkraefte auf dem Lande, auf der See und in der Luft gleichzeitig gegenueber dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions-Streitkraefte und dem Oberkommando der Roten Armee.

 

2. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich allen Behoerden der deutschen Land-, See- und Luftstreitkraefte und allen von Deutschland beherrschten Streitkraeften den Befehl geben, die Kampfhandlungen um 23:01 Uhr Mitteleuropaeischer Zeit am 8. Mai einzustellen und in den Stellungen zu verbleiben, die sie an diesem Zeitpunkt innehaben und sich vollstaendig zu entwaffnen, indem sie Waffen und Geraete an die oertlichen Alliierten Befehlshaber beziehungsweise an die vonden Alliierten Vertretern zu bestimmenden Offiziere abliefern.

Kein Schiff, Boot oder Flugzeug irgendeiner Art darf versenkt werden, noch duerfen Schiffsruempfe, maschinelle Einrichtungen, Ausruestungsgegenstaende, Maschinenirgendwelcher Art, Waffen, Apparaturen, technische Gegenstaende, die Kriegszwecken im Allgemeinen dienlich sein koennen, beschaedigt werden.

 

3. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzueglich den zustaendigen Befehlshabern alle von dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte und Oberkommando oder Roten Armee erlassenen zusaetzlichen Befehle weitergeben und deren Durchfuehrung sicherstellen.

 

4. Diese Kapitulationserklaerung ist ohne Praejudiz fuer irgendwelche an ihre Stelle tretenden allgemeinen Kapitulationsbestimmungen, die durch die Vereinten Nationen und in deren Namen Deutschland und der Deutschen Wehrmacht auferlegt werden moegen.

 

5. Falls das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht oder irgendwelche ihm unterstehenden oder von ihm beherrschte Streitkraefte es versaeumen sollten, sich gemaess den Bestimmungen dieser Kapitulations-Erklaerung zu verhalten, werden das Oberkommando der Roten Armee und der Oberste Befehlshaber der Alliierten Expeditions Streitkraefte alle diejenigen Straf- und anderen Massnahmen ergreifen, die sie als zweckmaessig erachten.

 

6. Diese Erklaerung ist in englischer,russischer und deutscher Sprache abgefasst. Allein massgebend sind die englische und die russische Fassung."


Unterzeichnet zu Berlin am 8. Mai 1945

gez. v. Friedeburg gez. Keitel gez. Stumpff

für das Oberkommando der deutschen Wehrmacht

[…]

Major Wilhelm Oxenius, Generaloberst Jodl und Hans-Georg von Friedeburg (v. l. n. r.) bei der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht in Reims am 7. Mai 1945

  

Quelle:Datei:Jodl surrender front view.JPG - https://de.wikipedia.org

      Quelle:Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 Die Stunde Null 

08.05.1945

 

Aachener Nachrichten

...erste Meldungen

 

Aachener Nachrichten 1945

"Als erstes freies Blatt – ohne Nazi-Propaganda – konnten die Aachener Nachrichten als einzige Zeitung in Deutschland mit dem Titel „Der Krieg ist aus!“ die bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945 vermelden."

 

 

                   Quelle:Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht - https://de.wikipedia.org

 

Quelle:Datei:Aachener Nachrichten 8. Mai 1945.jpg - https://de.wikipedia.org.

 

 

 

 

 Hürtgenwald-Gedächtnis-Kapelle

Gedächtnis-Kapelle Kleinhau

 

"Die Hürtgenwald-Gedächtnis-Kapelle steht im Ortsteil Kleinhau der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).

Sie wurde zwischen 1966 und 1970 erbaut. Eingeweiht wurde sie am 4. Oktober 1970. Sie erinnert an die Schlacht im Hürtgenwald am Ende des Zweiten Weltkrieges, bei der tausende Soldaten den Tod fanden."

 

 

 

 

Quelle:Hürtgenwald-Gedächtnis-Kapelle (Kleinhau) - https://de.wikipedia.org

 

Quelle:Datei:Hürtgenwald-Kleinhau Denkmal-Nr. 23, Flurstraße-Ecke Rossheckenweg(681).jpg - https://de.wikipedia.org 

Düren - die Garnisonsstadt

                         Nach 1914-1929 zweite Nutzung 1938-1945

 

Die Kasernen in Düren

 

Kaserne in Düren
Quelle : Robert Noss, 82299 Türkenfeld

http://www.kasernen-und-gebaeude.de/impressum.htm 

 

Auf dem Gelände an der Stockheimer Landstraße wurden vor 75 Jahren, genau am 19. März 1939, die Schlüssel für die gerade fertig gestellten Kasernen übergeben.

Die Liegenschaften waren 1937 von der Stadt Düren an das Deutsche Reich verkauft worden, die Anwohner der Bismarckallee (heute: Am Fuchsberg) wurden enteignet. Nach dem Krieg wurden die Räume sowohl der Panzer- als auch der Riemann-Kaserne wegen der großen Wohnungsnot in Düren als Unterkünfte hergerichtet.

 

 

Januar 1938 - Garnison

vor dem Rathaus

 

 

 

1938 - die neue Garnison zieht in Düren ein
Januar 1938 - die neue Garnison zieht in Düren ein (Quelle: RA Gerber, Düren 1938)

 

 

 

 

Kurzes Video 1938, Garnison vor dem Rathaus

 

 

 

 

26. Januar 1938

Richtfest der neuen Kasernen an der Stockheimer Landstraße und der Erweiterungsbauten an der Hindenburgstraße

 

 

General Riemann
General der Infanterie Julius Riemann

 

01. Juni 1938

 

Das 3. Bataillon des Infanterieregiments 78 zieht in die alte Kaserne an der Hindenburgstraße (sie wird nach dem letzten kommandierenden General des Rheinischen Armeekorps im I. Weltkrieg, Julius Riemann, benannt), in der bisher die Panzerabwehrabteilung 26 stationiert war, ein, während diese in die neue Kaserne an der Stockheimer Landstraße einrückt.

 

Dürener Zeitung, 31.05.1938, 02.06.1938

 

19. März 1939

Schlüsselübergabe an die Panzerabwehrabteilung 26 in der fertiggestellten Panzerabwehrkaserne.

 

Westdeutscher Beobachter, 20.03.1939

 

Kaserne in Düren
Kaserne in Düren ( Foto: Stadt-und Kreisarchiv Düren)

 

 

Lage der Kaserne im Stadtplan von Düren 1965
Lage der Kaserne in einem Stadtplan von 1965 (Quelle: Geschichtswerkstatt Düren)

 
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne wieder als zivile Wohnanlage genutzt, bis 1962 in einen Teil der Kaserne die Standortverwaltung der Bundeswehr einzog. Zwischen 1973 und 1974 wurde die Kaserne abgerissen und in ein Siedlungsgebiet umgewandelt.

 

                     

              Quelle:Datei:GeneralRiemann.jpg - https://de.wikipedia.org

               

 

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Erinnerungen an den schrecklichsten

Abschnitt der Stadtgeschichte

 

 

1962 wurde das von dem Bildhauer Adolf Wamper erschaffene Denkmal vor dem Rathaus aufgestellt.

 

 

Flammenengel
Der Flammenengel

 

 

Es erinnert an die schrecklichen Ereignisse des 16. Novembers 1944 und an die vielen Toten des 1. und des 2. Weltkrieges.

 

 Foto: Justiz-Club Düren

 Aufgenommen am 22.08.2015

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:   Wikipedia,http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/  abgerufen am 1.2.2015, Dürener Geschichtswerkstatt und  Dürener Zeitung vom 8. November 2012, Wilhelm Bürvenich, Düren. Rechtsanwalt Gerber, Düren 1937ff  

 

 

                                       

                                        

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Die US Army-Führung
General Dwight D. Eisenhower mit seinen Generälen, William Simpson ganz links im Bild. 3. v.r:u. Omar Bradley
Bomber über Düren 1944
Lancaster Bomber 1944
Abzeichen der 9. US Army
Abzeichen der 9. US Armee
Das Einheitsabzeichen der 1st Infantry Division
Das Einheitsabzeichen der 1st Infantry Division

 

 

 

Zerstörtes Dach des Amtsgerichts Ende 1944

 

Schäden - Eingang Parkplatz.

 

Nach dem Angriff 30.4.1944

 

Schäden am Gefängnis 1944

 

 

Der 16. November 1944 - ein Donnerstag - ist in Düren ein kalter, aber sonniger Tag.

Im Amtsgericht gehen die Bediensteten ihrer Arbeit nichtsahnend nach. Der Feierabend naht. In den leeren Straßen hört man seit Mittag einige spielende Kinder, denn seit Sommer findet kein Unterricht mehr statt.

Um exakt 15.23 Uhr kann man  von westlicher Richtung her ein beständig lauter werdendes Dröhnen hören...
 

 

 

 

 

 

 Düren sollte am 17.11. 1944 erneut angegriffen werden, doch wurde dies kurz nach Mitternacht seitens des SHAEF abgesagt, da
 sowohl das Resultat vom 16.11. 1944 ausreichte, als auch der Vorstoß der
 Bodentruppen nicht erfolgreich war.

 

Quelle:  Jörg Pottkämper
 

 




 

 

 


 

 

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein amerikanisches Halbkettenfahrzeug bahnt sich d
Ein amerikanisches Halbkettenfahrzeug bahnt sich den Weg durch die schlammigen Straßen des Hürtgenwalds

 

  

  

Omar Bradley
General Omar Bradley( Foto: U.S.Army)

 

Auf   der amerikanischen Seite stand Omar  Brad-ley (oben)) mit einer Stärke von 100.000 Mann dem deutschen Befehlshaber Walter Model (unten) und seinen Truppen gegenüber.

 

Walter Model
Generalfeldmarschall Walter Model (Quelle: BArch MSg 109/1770)

 

 

Generalfeldmarschall Walter Model wurde am 16. August 1944 zum Oberbefehlshaber West (OB West) ernannt, bei gleichzeitiger Übernahme des Oberbefehls

über die Heeresgruppe B. Unterstellte Großverbände der  Heeresgruppe  B waren die 7. Armee sowie die 5. Panzerarmee u. die 15. Armee.

Am 21. April 1945 erschoss sich Walter Model unter einer Gruppe Eichen im Spee’schen Wald.
 

 

 

 

Insgesamt war die "Operation Queen" ein Misserfolg.

 

Trotz der sorgfältigen Vorbereitung gelang es den Alliierten nicht, die deutsche Verteidigung westl.der Rur entschei-dend zu schlagen und Brückenköpfe für den Vormarsch zum Rhein zu bilden. Stattdessen wurden die Angreifer in verlustreiche Häuser- und Stellungskämpfe verwickelt und mussten um jeden Meter Boden ringen.

 

 

Quelle:Operation Queen - https://de.wikipedia.org abgerufen 9.2.2015

 

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Standgerichte

Am 15.02.1945,wenige Tage vor der Einnahme von Düren durch die Amerikaner, wurden so genannte Standgerichte eingerichtet (RGBl. I, S.30 v. 15.02.1945).

 

Zuständig waren die Standgerichte für alle Straftaten, welche die deutsche Kampfkraft o. Kampfentschlossenheit gefährdeten.

 

Das Urteil konnte nur auf Todesstrafe, Freispruch oder Überweisung an die ordentliche Gerichtsbarkeit lauten.

 

Das Gericht bestand aus einem Strafrichter sowie einem Politischen Leiter oder Gliederungsführer der NSDAP und einem Offizier der Wehrmacht, der Waffen-SS oder der Polizei als Beisitzer. 

Der Gauleiter musste es bestätigen und konnte die Art der Vollstreckung bestimmen. Damit war die unabhängige Justiz praktisch beseitigt. 

Die meisten Verurteilten wurden standrechtlich erschossen.

 

 (Vergl. Strauch, Dieter, Rheinische Gerichte, S.179).
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abzeichen VII Armee Korps

 

 

 

Abzeichen 8. US Inf.Division

 

 

 

 

 

 

 

 

 

William Hood Simpson
William Hood Simpson (Foto:U.S Army)

 

 

 Die 9. US Army

 

Abzeichen: US Ninth Army

 

"Im November 1944 wurde sie auf die linke Flanke der 12. Heeresgruppe verlegt undnahm an den Kämpfen an der Rurfront teil. Hier war sie an der gescheiterten Operation Queen während der Schlacht im Hürt-genwald beteiligt"

 

Quelle:Ninth United States Army - https://de.wikipedia.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Deutsche

Gegenwehr

 

 

 

 

 

 

 

"Die 116. Panzer-Division wurde im März 1944 in Frankreich aus den Resten der 16.Panzergrenadier-Division und der 179. Reserve-Panzer-Division aufgestellt. Nachdem sie fast vollständig an der Invasionsfront vernichtet worden war, wurde sie in der Eifel aufgefrischt. Die Division nahm an den Kämpfen um Aachen, im Hürtgenwald und an der Ardennenoffensive teil."

 

Quelle:116. Panzer-Division (Wehrmacht) - https://de.wikipedia.org

 

 

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Zur Vorbereitung des Übergangs über die Rur und  weiter bis zum Rhein  hatte  Eisenhower starke Luftunterstützung angefordert.  Marschall Harris stellte ihm daraufhin sämtliche Maschinen seines Kommandos für einen Vernichtungsangriff u.a. auf Düren bereit

 

 

 

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RAF Abzeichen
Abzeichen Bomber Command

 

 

 

Air Chief Marshal Sir Arthur Harris: Während des Zweiten Weltkriegs war er ab Februar 1942 Oberbefehlshaber des RAF Bomber Command und gehört wegen der von ihm angeordneten Flächenbombardements deutscher Städte zu den umstrittensten Personen des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Halifax Bomber
Halifax Bomber RAF 1944
lancaster bomber
Foto. Pixabay ( Lancaster Bomber der RAF)

 

Mosquito Bomber RAF 1944
Mosquito Bomber der RAF

 

 

 

 

 

 

 

Wegen der fast völligen Zerstörung Dürens – nur vier Häuser waren nach dem verheerenden Bom-bardement vom 16. 11. 1944 noch bewohnbar geblieben – wurde zunächst überlegt, Düren südlich des alten Standortes völlig neu aufzubauen. Die Stadt wurde dann jedoch in ihren alten Grundrissen wieder an alter Stelle neu aufgebaut."